Ende September lud das Institut für Angewandte Psychologie der ZHAW zu einem Informationsevent unter dem Namen „Computergames – Riskante Unterhaltung?“ im Bernhard-Theater in Zürich, welches sich GameRights natürlich nicht entgehen lassen konnte. Gespannt lauschten  einige Mitglieder der GameRights-Community dem Referat von Prof. Dr. Daniel Süss, welcher eine umfassende, kritische, aber auch faire Sicht auf die Chancen und Gefahren des Mediums Computerspiel aufzeigte. Anschliessend diskutierten Experten in einem Podiumsgespräch über verschiedene Aspekte des Themas und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Der Anlass war hochinteressant, und deshalb wollen wir euch ein wenig daran teilhaben lassen:

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Auf das „Gesetz betreffend öffentliche Filmvorführung und die Abgabe von elektronischen Trägermedien (FTG)“ ist vorletzten Donnerstag der baselbieter Landrat geschlossen eingetreten. Damit zieht er mit dem Grossen Rat des Stadtkantons gleich. Das neue Gesetz soll eine Übergangslösung bilden, bis der Bund eine schweizweite Lösung in Kraft setzt. Dieses Gesetz könnte langfristig als Vorbild für eine eidgenössische Lösung fungieren.

 

Spiegel.de berichtete heute, dass der Amokläufer von Ansbach Georg R. (GameRights berichtete) vor seiner Tat ein Schriftstück angefertigt hatte - ein "Hass-Tagebuch". Weitere Untersuchungen brachten Erkenntnisse hervor, welche Computerspiel-Verbotsbefürwortern Schwierigkeiten bereiten dürften:

Die Ermittler betonten ausdrücklich, im Besitz des Amokläufers hätten sich nach bisherigem Erkenntnisstand keine sogenannten Killerspiele oder indizierten Horrorfilme befunden. Lediglich ein gewöhnlicher Actionstreifen werde in dem Tagebuch häufiger erwähnt.

Spiegel.de: Amokläufer führte Hass-Tagebuch

Anfangs dieser Woche wurde die Informationsseite Killerspiele.ch öffentlich präsentiert, doch war dies nur der Anfang. Diesen Samstag findet in Olten dasjugendschaufenster zum Thema Jugendgewalt statt. Der Event bietet verschiedenen Jugendlichen und Organisationen selbiger eine Plattform um sich zu diesem heiklen Thema zu äussern und ihre Ansichten und Meinungen der erwachsenen Welt vorzustellen und zu erklären. Auch Gamerights wird mit einem Stand anzutreffen zu sein. Am 29. August und 5. September werden wir den Kontakt mit Eltern und Nicht-Spielern suchen. Unsere Sache kommt ins Rollen.

 

  • Adrian
  • 11.08.2009
  • Essays
  • 60803

„Tatsache ist, dass über Spielekonsolen, am PC oder online Spiele gespielt werden können, die dem Nutzer Gelegenheit geben, virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben. Diese Spiele enthalten massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen, die wir als unethisch ablehnen.

Wir sind besorgt, dass auch junge User über diese Spiele - getarnt als harmlose Unterhaltung - auf vielfältige Weise mit Gewalt in Kontakt kommen können. Deshalb nehmen wir in besonderer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen eine kritische und distanzierende Haltung zu den Inhalten von so genannten Shooterspielen beziehungsweise Online- oder PC-Kriegsspielen ein.”

Games.ch: SOS Kinderdorf e.V. lehnt Gamerhilfe ab.

So begründete die SOS Kinderdorf-Organisation ihre Absage, die sie der Website Gamersunity.de zustellte. Diese Website hatte der Hilfsorganisation angeboten einen Werbebanner aufzuschalten und den damit verbundenen Ertrag komplett an das Hilfswerk zu spenden.

 

Oft hört man von notorischen Bildschirmhassern wie Manfred Spitzer, Medienkonsum lasse uns verdummen, beeinträchtige unsere schulischen Leistungen und habe auch sonst nur schlechte Auswirkungen. Gamer werden als Menschen ohne Empathie und Hirn dargestellt.

Dem ist aber nicht so, wie der  "Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.", kurz BITKOM kürzlich herausgefunden hat. Es wurden 1002 Menschen über 14 Jahren zum Thema Games auf dem PC, der Spielkonsole und den Handy befragt. Das überraschende Ergebnis: Menschen mit hohem schulischen Abschluss (Abitur) spielen häufiger als ihre Altersgenossen mit weniger hohem Abschluss (Hauptschule). Während bei den Abiturienten jeder dritte spielte, war es bei den Hauptschul-Abgängern nur jeder fünfte. Dies heisst im Klartext: Games sind ein Medium, dass vermehrt von sehr gebildeten Menschen genutzt wird, denen dieses Medium offenbar weder ihr Hirn noch ihr Herz geraubt hat und sie auch in ihrer Entwicklung nicht behindert hat. Gamer sind keine hirnlosen, asozialen Couchpotatoes, die jeden Moment durchdrehen könnten, Gamer sind tendenziell sozial gut eingebundene, gebildete Menschen, Endscheidungsträger in unserer Gesellschaft, kultivierte Zeitgenossen, Intellektuelle. Offenbar sind diese Menschen offener gegenüber den neuen Medien und verteufeln diese nicht grundlos, sonsern legen selbst Hand an. Wie gross die Verbreitung des Hobbys Videospiel und somit die Toleranz in den einzelnen Berufsgruppen, insbeondere bei Politikern ist, wurde leider nicht erhoben.

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