Erster Vorentwurf zum Jugendschutzgesetz steht

  • Thomas
  • 24. Februar 2018
  • Politik
  • 10025

Gestern erhielten wir den ersten Vorentwurf für das neue Bundesgesetz über den Jugendschutz bei Filmen und Videospielen (JSFVG). Diesen werden wir gemeinsam mit anderen Branchen- und Konsumentenvertretern sowie Repräsentanten des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) im März besprechen. Die GameRights-Leitung wird den Entwurf in Kürze durchgehen und sicherstellen, dass wir am nächsten Meeting in Bern alle für Gamer wichtigen Punkte sicherstellen können. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

"Ich muss auch nicht einen Offroader fahren, um überzeugt zu sein, dass der zu viel CO2 ausstösst."

WOZ: "Ich bin tot?", 4. Juni 2009, Dinu Gautier, http://www.woz.ch/artikel/2009/nr23/schweiz/17973.html

So begründete Evi Allemann in der Wochenzeitung den Fakt, dass sie noch nie eines der von ihr verhassten Actiongames gespielt hat, obwohl sie vehement gegen selbige vorgeht und in ihrer inzwischen vom Nationalrat angenommenen Motion ein absolutes Verbot von Herstellung, Werbung, Einfuhr, Verkauf und Weitergabe verlangt.

 

Lange schien es, als ob gerade die Sozialdemokratische Partei (SP), welche Weltoffenheit und Toleranz proklamiert, ein Hort von Videospielgegnern sei. Roland Näf, SP-Politiker aus Bern, schien einen grossen Teil seiner Parteigenossen auf die Schiene der Schreckgeschichten über Games gebracht zu haben. Doch dann sprach sich die SP, nachdem sie von GameRights und JUSO auf eine Entscheidung gedrängt worden war, an ihrem Parteitag offiziell gegen ein Verbot von Videospielen aus. Auch in weiteren Gesprächen mit der Taskforce Politik (TP) von GameRights zeigte sich die SP kooperativ und lehnte ein Verbot ab.

Diesen Donnerstag wird der Ständerat im Zuge der Frühlingssession die Standesinitativen der Kantone Bern (08.316), St. Gallen (09.313), Tessin (09.314), Freiburg (09.332) und Zug (10.302) überprüfen, dabei hat die Rechtskommission der kleinen Parlamentskammer die Sistierung der Geschäfte vorgeschlagen.

Die Kommission beantragt einstimmig, die Behandlung dieser Standesinitiativen für mehr als ein Jahr auszusetzen.
Quelle: Bericht der Kommission für Rechtsfragen vom 31. Januar 2011

 

Liebe Gamerinnen und Gamer aufgepasst!

Am 29. August wird unser Präsident Thomas Riediker an einer Diskussionsrunde zum Thema „Gewalt in Computerspielen: Macht virtuelles Töten gewalttätig?“ unsere Position vertreten. Merkt Euch schon einmal das Datum vor, da die Veranstaltung live im Internet auf 20min.ch mitverfolgt werden kann. Wir freuen uns sehr, wenn Ihr dabei seid!


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „HOME - Willkommen im digitalen Leben“ im Stapferhaus Lenzburg statt. Es diskutieren der renommierte Gewalt- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl (Leiter und Gründer des Instituts für Konfliktmanagement und Mythodrama IKM), der SP-Politiker Roland Näf (Initiator der Vereinigung gegen mediale Gewalt VGMG) und unser Präsident Thomas.

Weitere Infos folgen natürlich an dieser Stelle.

Unsere Bannerpartner: