Neuer Anlauf: Nationalrat Jean-Pierre Grin fordert Game-Verbot

  • Joel
  • 15. April 2014
  • Politik
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Jean-Pierre Grin: Voller Elan gegen VideospieleLänger war es nun still um mögliche Game-Verbote in der Schweiz. Den vor einiger Zeit eingereichten Motionen Hochreutener und Allemann scheint kaum Priorität zugewiesen zu werden. Die Politik befasst sich mit anderen Themen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Gegenteil: Die Gruppe der Spielegegner erhielt jüngst Zuwachs.

Vergangenen Monat hat der SVP Nationalrat Jean-Pierre Grin eine kurze Interpellation mit dem Titel „Jugendgewalt: Was tun?“  eingereicht. Mit Hilfe dieses Instruments möchte der siebenundsechzigjährige Waadtländer im speziellen zwei Fragen durch den Bundesrat beantworten lassen.

Einige von euch werden sich noch daran erinnern, dass GameRights am 5. Oktober über die Bemühungen des basellandschaftlichen Parlaments für den Entwurf eines neuen Gesetzes berichtete. Dieses soll einen effizienten Jugendschutz fördern und somit Verboten entgegenwirken. Kürzlich hat uns Dieter Leutwyler der Sicherheitsdirektion Baselland auf einige Fragen geantwortet.

Die Gefahr eines Verbotes der sogenannten „Killerspiele“ rückt ein Stückchen näher. Die Rechtskommission des Ständerats hält diesen dazu an, zwei Motionen zuzustimmen, welche ein Verbot von Actionspielen („Killerspielen“) fordern. Die Nachricht der heutigen Entscheide der Kommission für Rechtsfragen des Ständerats drang bereits bis ins benachbarte Deutschland. Der Ständerat wird die Motionen in der Frühlingsession behandeln.

Beide Gremien haben bekannt gegeben, das Labeling um einen Hinweis auf Loot-Boxen und andere „Zufallsmechanismen“ zu erweitern, um Konsumenten und Erziehungsberechtigte besser über diese Mechanik zu informieren.

Bildquelle Amherd: http://parlament.ch; Bildquelle Keller-Sutter: https://de.wikipedia.org

Am. 5. Dezember hat die Bundesversammlung zwei neue Bundesrätinnen gewählt: Viola Amherd & Karin Keller-Sutter. Diejenigen, welche die Diskussion rund um Verbote und Zensur von Computer- und Videospiele in der Schweiz mitverfolgt haben, werden die beiden Namen kennen. Was können Gamerinnen und Gamer von den neuen Bundesrätinnen erwarten?

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