RTL und die Spitze des Eisbergs

Mittlerweile wird es praktisch jeder Gamer wissen: RTL hat über die GamesCom 2011 einen herablassenden und entwürdigenden Bericht gesendet, was die Wut der Community auf sich und eine Welle von Beschwerden mit sich gezogen hat. Der Sender liess sich zu einer 15-sekündigen Entschuldigung hinreissen, der deutsche Medienrat befand den Inhalt nicht als problematisch.

Auch auf 20 Minuten Online wurde über das Thema berichtet, und der dazugehörige Artikel erhielt in kürzester Zeit über 200 Kommentare von erbosten Gamern. Alle schrien, dass RTL es sich nun verspielt hätte, und wie toll es sei, dass die Gamer zusammenhalten, wenn etwas passiert. Drastische Aktionen wurden gegen RTL verlangt.

Aktionismus, wie ich behaupte.

Am letzten Donnerstag Abend durfte ich die Gelegenheit nutzen, an einer Elternbildungsveranstaltung zu referieren. Gemäss meiner Kontaktperson Frau Blaser, war eine ihrer Kolleginnen bei meiner Präsentation in Uzwil auf GameRights aufmerksam geworden und erachtete meinen Vortrag als passend für einen Abend, der sich um neue Medien und Jugendgewalt drehen sollte. So fuhr ich also rund achtzig Kilometer nach Untereggen im Kanton St. Gallen.

 

Vor kurzem veröffentlichte der VGMG die Idee, Warnhinweise auf gewaltbeinhaltenden Spielen anzubringen. "Damit die Eltern klipp und klar wissen, was auf ihre Kinder zukommt", hiess es. Doch welches Böse, welcher langfristig zerstörerische, tötende, krebsartige Wahnsinn prasselt auf die Kinder ein?

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