Trumps Videospiel-Meeting: Ein fruchtloser Schritt in die richtige Richtung?

Im Zuge einer wiederauferstandenen Gewaltdebatte in den USA bezichtigte US-Präsident Donald J. Trump Videospiele und Filme, die „Gedanken junger Menschen zu formen“. Bald darauf folgte ein eigens einberufenes „Video Games Meeting“, um die Korrelation zwischen dem Konsum gewaltbeinhaltender Games und der Aggresivität und Desensibilisierung von Kindern zu disktutieren.

Der Bundesrat hat erkannt, was GameRights schon seit Jahren fordert: Die Schweiz braucht ein einheitliches, verbindliches System zur Alterskennzeichnung und Abgabebeschränkung von Videospielen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat mit seinem Kommentar letzten Samstag die Diskussion rund um Gewalt in Computer- und Videospielen in eine neue Runde gebracht. Oder zumindest schien dem so auf den ersten Blick, denn die Reaktionen lassen durchaus auch andere Schlüsse ziehen.

Am Samstag trat der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vor die Medien, um zum Amoklauf in München Stellung zu nehmen. Er teilte sein Beileid mit den Familien und der Bevölkerung, informierte über den Tathergang, verneinte Verbindungen zur Terrororganisation «Islamischer Staat» und mahnte zur Vorsicht – es sei nicht der Tag für Konsequenzen, denn die Ermittlungsergebnisse lägen noch nicht vor. Und dann kommt er selber zum Schnellschuss: Es sei nicht zu bezweifeln, dass die «Gewaltverherrlichung in Spielen im Internet» eine schädliche Wirkung auf den Amokläufer gehabt hätten.

„Killerspielverbot“ – Bundesregierung plant Verschärfung. So wurde ein Beitrag betitelt, welcher am 12. Oktober auf der Homepage des Verbandes für Deutschlands Video- und Computerspieler erschienen ist. Ein Titel, in den man einiges hineininterpretieren könnte. Wir können jedoch aufatmen: Tatsächlich handelt es sich dabei um die Neukonzeption des Jugendmedienschutzstaatsvertrages,  nach der in Zukunft weitere Verschärfungen geplant sind.

 

Die Welt stand still, als am 13. November die Terroranschläge in Paris verübt wurden. Das Geschehene ist in aller Munde, wie auch das Mitgefühl für Frankreich. Doch der Schmerz und die Trauer der Angehörigen sind nicht die einzigen Themen, welche umschrieben werden. Eine Verschwörungstheorie nach der anderen berieseln die Medien, in vielen wird ein gemeinsamer Sündenbock genannt: Games.

 

 

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