Bern lancierte vergangene Woche zwei Programme zum Kinder- und Jugendschutz, welche eine effizientere Prävention und einen sichereren Umgang der Jugendlichen mit Medien zum Ziel haben. Weiter wird eine Verordnung über Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der Kinderrechte eingeführt.

Diese aktuellen Beschlüsse sind Teile der Gesamtstrategie der Kinder- und Jugendpolitik des Bundesrates. Bern schläft also nicht. Nebst inakzeptablen Motionen entspringen der Politik somit auch fortschrittliche Konzepte.

Wird der Bundesrat in Zukunft sogar vom Angebot der Vereinigung GameRights Gebrauch machen?

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Eine neue Studie, publiziert in der Juni- Ausgabe des "Review of General Psychology", dem Publikationsorgan der American Psychological Association, stellt fest, dass Computerspiele mit gewalthaltigen Inhalten für Jugendliche unproblematisch sind, es sei denn, diese seien bereits mit psychischen Auffälligkeiten vorbelastet.

Überraschung von der Delegiertenversammlung der SP Schweiz: Fielen die Sozialdemokraten in der Vergangenheit vor allem durch Verbotsforderungen von Exponenten wie Roland Näf oder durch die einstimmige Annahme der radikalen Zensur-Motion von Evi Allemann im Nationalrat auf, so scheinen die Delegierten der SP eine vernünftigere Haltung zu vertreten. In einer hitzigen Diskussion forderte die JUSO mit ihrer Resolution „Jugend mit Zukunft“ einen wirkungsvollen Jugendschutz, eine verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz und einen Verzicht auf Verbote. Nach einer emotionalen Debatte, in der die sehr unterschiedlichen Standpunkte der JUSO und der SP Bern aufeinandertrafen, entschieden sich die Delegierten mit grosser Mehrheit für eine leicht modifizierte Version der JUSO-Resolution. Die Einsicht der Genossen kommt allerdings reichlich spät, da mit der Motion Allemann bereits ein Auftrag zur Gesetzesausarbeitung an den Bund übermittelt wurde. Inwiefern dieser Kurswechsel nun die Geschehnisse in Bern beeinflusst, bleibt offen.


„Die Anno-Farce“
(GameStar), „Kuschel-Preis für Computerspiele“ (Heute.de), „Eine Räuberpistole“ (Welt Online) und „Deutschland feiert Kinderspiele“ (Spiegel). Die Aufregung um den Deutschen Computerspielpreis 2010 ist ebenso gross wie berechtigt – und das nicht nur bei Insidern.

Dabei hatte es so gut angefangen: Als 2008 der erste Deutsche Computerspielpreis verliehen wurde, konnte das gut und gerne als ein wichtiger Schritt in Richtung gesellschaftlicher und vor allem auch politischer Akzeptanz gewertet werden. Doch nun scheint der Preis zu einer Farce geworden zu sein, nicht zuletzt auch durch kräftiges Zutun der Politik. Um zu verstehen wie das passieren konnte, müssen die Hintergründe der Verleihung dieses Preises betrachtet werden.

Kürzlich veröffentlichte die Swisscom ihre Broschüre „enter“ - ein objektiver Ratgeber für Eltern zum Thema „digitale Medien“.
Nebst einer Fülle an fundierten Informationen rund um digitale Medien beinhaltet diese Broschüre auch mehrere sachliche Interviews mit Experten, Tipps und Ratschläge für Eltern sowie empfehlenswerte Verweise zu weiteren Angeboten und Kontakten, welche sich ebenfalls intensiv mit der Thematik befassen.
Erfreulicherweise wird neben Onlineplattformen wie bupp.at, spielbar.de und unterrichtsmedien.ch auch unsere Vereinigung GameRights genannt.
Vielen Dank, Swisscom !

Link zum Ratgeber

Bisher setzten sich Studien im Zusammenhang mit Ego- oder First Person Shootern (FPS) vorwiegend mit der Frage nach dem Einfluss auf das Aggressionsverhalten des Spielers auseinander. Ergebnisse, welche eine gewisse Gefährdung bei Kindern nicht vollumfänglich ausschliessen konnten, wurden von den Gegnern dieser Spiele gerne als Rechtfertigung für ein Verbot, auch für Erwachsene, fehlinterpretiert. Bis heute konnte die Schädlichkeit solcher Spiele für Erwachsene wissenschaftlich nicht belegt werden.

Die Popularität dieser Spiele weckt aber allmählich auch in der Forschung das Interesse jenseits der Aggressivitätsfrage. So hat Dr. Lorenza Colzato (Bild) vom Institute for Brain and Cognition der Universität Leiden (NL) den Einfluss von FPS auf die kognitiven Fähigkeiten erforscht. Die Studie "DOOM’d to switch: superior cognitive flexibility in players of first person shooter games" wurde am 24. April 2010 im Fachmagazin "Frontiers in Psychology" publiziert und kommt zur Konklusion, dass Spieler von FPS schnellere und gleichzeitig flexiblere kognitive Fähigkeiten haben als vergleichbare Nicht- oder Gelegenheitsspieler.

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