Und einmal mehr werden Gamer und Gamerinnen als Anhänger von grausamer Gewalt bezeichnet. Im vergangenen Jahr hat Roland Näf, der Gründer der Vereinigung gegen mediale Gewalt und Präsident der SP des Kantons Bern, Gamer in der ganzen Schweiz erzürnt. Er sieht den Konsum von Videospielen mit gewalttätigen Inhalten als Auslöser für einen Wertezerfall, sowie als Ursache von Amokläufen und Suiziden. Siehe dazu auch diesen Artikel von GameRights.

Die Vereinigung gegen mediale Gewalt, kurz VGMG, hat ihren Jahresbericht 2010/11 veröffentlicht. Werfen wir gemeinsam einen Blick darauf.

  • Melody
  • 18.06.2011
  • Essays
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Am Montag den 9. Mai wurde GameRights von der 20minuten Online Redaktion um ein Statement bezüglich dem Computerspiel Dukem Nukem gebeten. Konkreter wurde unsere Meinung zum „Capture the Babe“-Modus im Multiplayer sowie zur übermässigen Gewalt und den derben Sprüchen. Auch die prekären Äusserungen Herrn Näfs waren Teil unserer Antwort.

Der Artikel zum Spiel wurde heute am 12. Mai auf der Website von 20minuten Online aufgeschaltet.

Dort wird nur die stark verkürzte Haltung GameRights wiedergespiegelt. Daher veröffentlichen wir folgend die vollständige und ungekürzte Stellungnahme der Vereinigung GameRights, wo wir sowohl auf die Vorwürfe von Herrn Näf und die Vergewaltigung als Staire, als auch auf den Fakt, dass Duke ab 18 freigegeben ist, eingehen.

 

GAMELOUNGE ist eine von unserem Partner World of Games ins Leben gerufene Sendung, welche monatlich über neu erschienene Games informiert, Previews liefert sowie regelmässig einige Specials und tolle Gewinnspiele einbaut. Die aktuelle Mai-Ausgabe (05/2011) ist jedoch etwas ganz besonderes! Niemand geringeres als unser Vereinigungspräsident Thomas Riediker durfte bei den Moderatoren Kerim und Alain im Gamelounge-Studio Platz nehmen.

Den Themen GameRights und Jugendschutz wurde gleich eine beinahe halbstündige Sendung gewidmet. Im Zentrum steht der Dialog zwischen den Moderatoren und Thomas, aus dem viele interessante Fragen und Antworten rund um das Thema Jugendschutz hervorgehen. Weiter hatte Thomas auch die Gelegenheit, den Zuschauern unsere Vereinigung und unsere Arbeit etwas näher zu bringen.

Gleich zwei wichtige interne Dinge haben wir zu berichten: Einerseits ist GameRights ab heute, den 2. Mai 2011, exakt zwei Jahre alt, andererseits fand am vergangenen Samstag im Holiday Inn in Zürich die zweite persönliche Generalversammlung des Vereins statt. Trotz einer leider eher kleineren Besucherzahl durften wir angeregte Diskussionen führen und haben die Weichen für 2011 und 2012 gestellt.

Diesen Donnerstag wird der Ständerat im Zuge der Frühlingssession die Standesinitativen der Kantone Bern (08.316), St. Gallen (09.313), Tessin (09.314), Freiburg (09.332) und Zug (10.302) überprüfen, dabei hat die Rechtskommission der kleinen Parlamentskammer die Sistierung der Geschäfte vorgeschlagen.

Die Kommission beantragt einstimmig, die Behandlung dieser Standesinitiativen für mehr als ein Jahr auszusetzen.
Quelle: Bericht der Kommission für Rechtsfragen vom 31. Januar 2011

 

Gross war die Empörungswelle, die durch die Gamergemeinde schwappte: Der VGMG, der offenbar mit der Geschwindigkeit des schweizerischen Gesetzgebungsprozesses unzufrieden ist, platziert sich mit gewagten Forderungen auf der Frontseite der Pendlerzeitung „20 Minuten“. Obwohl das Parlament bereits umfassende Massnahmen gutgeheissen hat, die den Verkauf gewalthaltiger Spiele einschränken sollen, ist der Hunger nach mehr Regulation offenbar noch lange nicht gestillt. Roland Näf schlägt vor, wie dies bei Tabakprodukten bereits heute praktiziert wird, Warnhinweise auf Spieleverpackungen anzubringen. Diese sollen Botschaften wie „Dieses Videospiel verändert den Charakter Ihres Kindes und führt zu aggressivem Ver­halten“ enthalten, und somit den Kunden die Gefahren solcher Spiele vor Augen führen. Besonders durchdacht oder zweckmässig sind solche Hinweise beim genaueren Hinsehen aber nicht.

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