Heute ist der offizielle Start der elf GameRights Taskforces, spezialisierte Arbeitsgruppen zur Bewältigung verschiedenster Aufgaben. Mit dieser Massnahme wird die Vereinigung präsenter in Öffentlichkeit und Politik sein und ihre Aufgaben noch effektiver bewältigen können. Bereits wurden an alle Taskforces erste Aufträge verteilt, deren Ergebnisse werden das weitere Vorgehen in diesem Jahr mitprägen.
Blicken wir der Zukunft zuversichtlich entgegen und unterstützen wir unsere Taskforces so gut es geht mit dem Ziel unser Hobby vor Zensur zu bewahren. Bewerbungen werden natürlich nach wie vor akzeptiert.

Die Bündnispartner JUSO, SESF und die Piratenpartei haben am Freitagabend im Rahmen der Erenya LAN-Party eine Petition für eine selbstbestimmte Jugendkultur lanciert, welche zum Ziel hat, den Ständerat von unseren Anliegen zu überzeugen. Anstatt eines blinden Rundumschlags in Form eines Totalverbots so genannter „Killergames“ fordern die Bündnispartner verstärkten Jugendschutz, Präventionsarbeit und stehen ein für eine selbstbestimmte Jugendkultur. Wir brauchen nun eure Unterstützung, um ein starkes Zeichen gegen sinnlose Verbotsforderungen,  Bevormundung, und polemische  Angriffe auf unser Hobby zu setzen, und den Politikern im Ständerat klar zu machen, dass Games viel mehr sind als Gewaltdarstellungen,  und dass Gamer keine potenziellen Amokläufer sind, sondern normale Menschen wie du und ich. Die Petition kann hier unterschrieben werden:

Die Gefahr eines Verbotes der sogenannten „Killerspiele“ rückt ein Stückchen näher. Die Rechtskommission des Ständerats hält diesen dazu an, zwei Motionen zuzustimmen, welche ein Verbot von Actionspielen („Killerspielen“) fordern. Die Nachricht der heutigen Entscheide der Kommission für Rechtsfragen des Ständerats drang bereits bis ins benachbarte Deutschland. Der Ständerat wird die Motionen in der Frühlingsession behandeln.

Der Berner Grossrat Roland Näf zeigte neue Aktivität. In einem Interview mit der Jugendwebsite tink.ch im Rahmen des Berner Jugend-Grossrates 2010 spricht er über seine Motion im Grossrat, dem Verbot von „Killergames“, den gewalttätigen Gamern und deren „unangenehmes Sexualverhalten“. Alten, direkten Verbotsforderungen soll so gekonnt ein Nährboden gelegt werden. Dabei wird erneut klar, dass er von einem konstruktiven Dialog nichts hält.

Vor einer Weile berichteten wir über den Fall der Organisation SOS Kinderdorf, welche ein Gratiswerbung-Angebot einer Gamewebsite aus "ethischen Gründen" ablehnte. In der deutschsprachigen Gamergemeinde stiess diese Einstellung auf Entrüstung, viele fühlten sich erneut als Unmenschen denunziert. Einen ähnlichen Fall gab es unlängst erneut in Deutschland: Der Gamer-Verein prediction Gaming e.V. verlor ein alteingesessenes, allseits geschätztes Mitglied an den Krebs und hatte es sich daher auf die Fahne geschrieben, den Kampf gegen die gefürchtete Krankheit zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe e.V., welche Unterstützung durch Spenden und Gratis-Bannerwerbung vorsah, kam jedoch nicht zustande - aufgrund interner, ethischer Grundsätze sagen die einen, während die anderen angeben, standardmässig geforderte Angaben nicht erhalten zu haben. Die Situation schien verfahren - bis GameRights eingriff und bei beiden Stellen noch einmals nachhakte, um den genauen Sachverhalt zu erfahren. Das Ergebnis ist für beide Seiten soweit positiv.

Eine von der Discount-Website myvouchercodes.co.uk in Auftrag gegebene Studie hat erwiesen, dass rund 39% der Eltern auf den britischen Inseln ihren Kindern gestatten Spiele zu spielen, die eine 18+ Einstufung erhalten haben, obwohl sie nicht der Altersklasse des Kindes entsprechen. Weiter weist die Studie auch darauf hin, dass knapp die Hälfte der Eltern kein Problem damit haben ihren Nachwuchs mit Filmen ohne Jugendfreigabe alleine zu lassen und dass rund zwei Drittel keine Bedenken dabei haben, wenn Tochter oder Sohn Musik mit „explicit lyrics“ konsumieren.

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