Draussen ist’s zu heiss und dank des alljährlichen Sommerlochs am Spielemarkt drehen keine neuen Toptitel im Laufwerk – die perfekte Gelegenheit für ein GameRights Community-Event: Ein gemeinsamer Besuch im Museum ENTER in Solothurn. So trifft man andere Mitglieder wieder mal ausserhalb virtueller Welten und kann gleichzeitig das eigene Wissen über die Welt der Technik etwas auffrischen.

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Etwas verspätet muss ich Euch, liebe Community, über einige gewichtige Änderungen im Board der Vereinigung GameRights informieren. Mit Wirkung auf die am 6. April 2013 durchgeführte Generalversammlung legte unser ehemaliger Vizepräsident und Chef Community, Alain Jollat, seine Vorstandsämter nieder. Er begründete seine Entscheidung mit dem Willen, sich in Zukunft vermehrt auf sein berufliches und privates Umfeld konzentrieren zu wollen. Als neuer Vizepräsident wurde, kumulativ zu seinem Amt als Head of Communications, Adrian Fuertes eingesetzt. Peter Ruoss, Mitarbeiter beim Projekt GameAgents, übernahm das Amt des Head of Community, während die neu geschaffene Funktion des Head of Technics durch den bis dahin die Leitung der alten Taskforce Technik und Entwicklung (TTE) inne habenden Kevin Schrag ausgefüllt wurde. Melody Aimée Reymond legte ihr Amt als Head of Creative nieder - es ist noch vakant - und konzentriert sich auf ihre Funktion als Head Executive Assistant.

Erneut müssen Videospiele als praktischer Sündenbock für soziale Missstände herhalten. So wurde im Zusammenhang mit der tragischen Schiesserei in Newtown die Darstellung verbreitet, dass der Täter den norwegischen Massenmörder Breivik als Vorbild gehabt haben soll und beim Schiessen jeden Toten zu einem Killscore aufaddiert hätte. Diese Meldungen gingen auf einen Bericht der CBS News zurück, welcher beschreibt, dass der Täter Adam Lanza vermutlich wie in einer Videogame-Fantasie gehandelt habe. Ebenso sollen Videospiele im Keller von Lanza gefunden worden sein, wo er zahllose Stunden allein in einem abgedunkelten Raum verbracht haben soll. Diese Meldung ist jedoch reine Spekulation und entbehrt einer faktischen Grundlage, wie sogar unterhalb des Berichtes steht:

Die Untersuchungen über das Motiv für die Schiesserei in Newtown sind noch nicht abgeschlossen und daher sind alle Aussagen über die Absicht des Täters reine Spekulation.

Dass dieser Bericht dann doch von so vielen anderen Medien aufgegriffen wurde, stimmt nachdenklich. In diesem GameRights-Artikel wurde das Thema bereits im Dezember behandelt.

Die tragische Schiesserei in Newtown, Connecticut, hat in den Vereinigten Staaten nicht nur eine Verschärfung der Debatte über die Reglementierung von Waffenbesitz ausgelöst, sondern auch die Darstellung von Gewalt in den Medien - allen voran in Videospielen -  ins öffentliche Gespräch gebracht. Um eine Verringerung der Tode durch Schusswaffen zu erzielen, fokussieren sich die Demokraten auf eine Verschärfung der Waffengesetze. In den Vereinigten Staaten ist das Recht Waffen zu besitzen durch den zweiten Zusatzartikel zur Verfassung, das so genannte "second amendment", geschützt. Die Republikaner und die National Rifle Association ihrerseits zeigen mit dem Finger auf die Gewaltkultur - welche sich in den Medien widerspiegelt.

 

Nach dem Massaker in Connecticut, welches fast dreissig teils sehr junge Menschen das Leben kostete, rückte die Diskussion um das "Warum" einer solchen Tat erneut in das mediale Zentrum. Die Zeitungen, News-Websites, Blogs, TV- und Radiosendungen dieser Welt verlangen zu wissen, was einen jungen Menschen zu einem dermassen brutalen und zerstörerischen Ausbruch der Gewalt treibt. Viele Faktoren werden als mögliche Gründe genannt: Sozial schwieriges Verhalten, gesellschaftliche Isolation, zu einfacher Zugriff auf Schusswaffen - und jüngst, wie in den "Amokläufen" zuvor, auch Videospiele. Während aus Ecken, von denen es zu erwarten war, verzweifelte Schuldzuweisungen ertönen, scheinen die Nachrichten aber vermehrt realistischer mit dem Thema umzugehen.

Die Interactive Software Federation of Europe (ISFE), welche die Interessen der Videospielindustrie vertritt, hat die Resultate ihrer diesjährigen Studie zum Thema Konsum von Videospielen in Europa veröffentlicht. Insgesamt wurden über 15'000 Personen zwischen 16 und 64 Jahren befragt. Neben vielen europäischen Ländern liegen auch Ergebnisse für die Schweiz vor.

Rund jeder vierte Mensch in Europa spielt mindestens einmal pro Woche ein Videospiel. Davon sind 45% Frauen, 55% Männer und rund die Hälfte über 35 Jahre alt. Somit ist der Stereotyp des faulen, jugendlichen Gamers auch in dieser Studie widerlegt. Das Medium des Videospiels wird immer mehr zu einem normalen Teil unseres Alltags und nicht nur von einer kleinen Minderheit genutzt. Dass es dabei wie beim Fernsehen oder bei Büchern ein breites Angebot unterschiedlicher Genres und Vorlieben gibt, wird von Kritikern oftmals gar nicht in die Debatte mit einbezogen.

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